Das THNW in Gorzow

Am 13.12.2013 bin ich zusammen mit ein paar Mitgliedern vom Tiere suchen Freunde e.V. erneut nach Polen gefahren. An Bord waren neben Horsti und mir, auch die Bauteile der Hundehütten, die wir 2 Wochen zuvor für Gorzow gebaut hatten. Zudem hatten wir wieder einige Spenden sammeln können, darunter eine sehr große Futterspende des Vereins Tierhilfe KowaNeu e.V., der uns nun schon zum zweiten Mal eine große Futterspende für unsere Tour gespendet hatte. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich beim gesamten Team von Kowaneu, für diese tolle Unterstützung bedanken.

Die Spende bestand aus: 5 x 15 Kg Fit und Fun Hundetrockenfutter, 18 x 6 Dosen Fit und Fun Hund 1240 g, 3 x 20 Dosen Fit und Fun Katze 415 g, 3 x 5 kg Fit und Fun Katzentrockenfutter. Damit konnten wir die Hunde im Tierheim versorgen und ein paar Dosen und Säcke mit Futter auch für den nächsten Tag dort lassen.

Unsere liebe Sammelstelle Gudrun hatte auch reichlich Futter gesammelt, das wir auch im Tierheim und auf den Höfen verteilten. Es war eine sehr emotionale fahrt, da wir wussten, dass den Tieren nun der eisige Winter bevor steht und wir sie das nächste Mal wohl im tiefen Schnee besuchen würden. Nachdem wir drei Höfe schon bei der Anreise mit Futter versorgten, fuhren wir dann gemeinsam ins Tierheim, wo wir nach dem Abladen direkt mit den Mitarbeitern die Hunde fütterten. Ich schnappte mir ziemlich bald den ersten Hund und ging spazieren. Leider hatten wir wenig Zeit, sodass wir an diesem Tag nur 6 Hunde ausführen konnten, doch diese freuten sich sehr darüber. Einige Hunde die schon vorab vorbereitet wurden, konnten mitgenommen werden. Ein sehr alter und kranker Schäferhund (er hatte schon Tage nicht gefressen), wurde von unserem lieben Hundegnadenhof Zemitz aufgenommen, wo er schon in den ersten Stunden aufblühte und prompt auch wieder fraß.

Während ich mit drei lieben Helfern vom Tiere suchen Freunde e.V. im Tierheim unsere Arbeit verrichteten, fuhren Astrid und Andrea vom Verein ins Dorf und versorgten die Tiere auf den Höfen. Auf dem Rückweg hielten wir noch bei einem Hofhund der mir persönlich sehr ans herz gewachsen ist und befreiten ihn von einer viel zu kurzen und viel zu eng angelegten schnur, mit der seine Besitzerin in an die Garage gebunden hatte, weil er sich wohl schon einige mal von der Kette losgerissen hat. Er war sehr liebebedürftig und genoss die wenigen Minuten die wir mit ihm sprechen und kuscheln konnten. Wir werden versuchen auch diesen Hund so bald wie möglich aus seiner schlimmen Lage als Kettenhund zu befreien.

Anschließend brachten wir die Hunde in ihre vorübergehende Unterkunft. Gegen neun Uhr abends war ich dann wieder zuhause bei meinen eigenen drei Tigern und dachte noch viel über den Tag und die vielen tollen Tiere nach, die im Tierheim und auf den Höfen dem kalten Winter entgegen blicken. Ich bedanke mich herzlich bei allen Spendern, bei unserem tollen Bauteam der Hundehütten und bei allen Freiwilligen, die diese Fahrt mit begleitet haben.

Alles Liebe, eure Anne