Matschiger Februareinsatz

Am 18.02. fand unsere zweite Polentour im Jahr 2017 statt. Im Januar hatten wir mit Eis und massiver Glätte zu kämpfen und dieses Mal war es der Schlamm der uns fast einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte….denn auf den letzten Metern vor dem Tierheim schienen wir beinahe festzustecken.
Aber zurück zum Anfang. In kleiner Besetzung von 6 Personen, fuhren wir an besagtem Samstag nach Polen. Da wir jede freie Minute im Tierheim nutzen wollten, baten wir unsere liebe Freundin Jenny und ihre zwei Begleiterinnen (sie waren auch in Polen unterwegs um einige Hunde und Katzen auf privaten Höfen zu versorgen), uns die beiden Höfe abzunehmen die wir sonst auf der Anfahrt immer ansteuern um dort die Tiere zu versorgen und um nach dem Rechten zu sehen.
Wir fuhren direkt nach Gorzow und kamen dank einer direkten Strecke schon gegen halb zwölf im Tierheim an….Fast wären wir jedoch wenige Meter vor dem Ziel gescheitert, da der Schlamm auf dem kleinen sandigen Feldweg zum Tierheim hin so hoch stand, dass unsere zwei Autos große Mühen hatten dort hindurch zu kommen.
Schlussendlich haben wir es dann jedoch trotzdem geschafft und unser Team, bestehend aus Sophie und ihrem Papa Jürgen, Eileen und Marinus, mir und unserem Neuzugang Nancy luden nur kurz die mitgebrachten Spenden aus und starteten dann direkt durch. Ein Hund nach dem anderen freute sich über den Auslauf und den kurzen Moment gewonnener Freiheit. Sie huschten über die Felder und schnupperten umher, dass sie selbst die kleinen Regenhuschen unterwegs nicht weiter störten.
Zwischenzeitlich unterhielt ich mich noch einige Zeit mit den Vertreterinnen eines jungen polnischen Tierschutzvereins und versprach, dass das THNW auch ihnen bei ihrer wertvollen Arbeit mit besten Kräften helfen wird.
Leider hatten wir schon vor einiger Zeit erfahren, dass es einige Fälle von Parvo im Tierheim gab….einige Hunde waren daran schon verstorben. Ein Bereich im Tierheim wurde deswegen abgesperrt und war für uns nicht zugänglich. Dort saßen hauptsächlich Hunde bei denen die Gefahr bestand das sie befallen waren, sowie einige Neuankömmlinge und ein alter Insasse des Tierheims. Am Ende des Tages durften wir aber auch diesen Hunden zumindest ein paar Snacks durch die Gitterstäbe werfen, wo wir schon nicht mit ihnen spazieren gehen durften.
Voller stolz stellten wir gegen halb fünf am Nachmittag fest, dass wir fast alle Hunde geschafft hatten….doch unsere Kräfte verließen uns und draußen wurde es langsam so dunkel das eine weitere Runde nicht mehr möglich war. Alle Hunde bekamen noch ihren obligatorischen Snack zur Verabschiedung. Dann sammelten wir unsere Sachen zusammen und kämpften uns durch den Schlamm wieder zurück auf die Straße. Nach einem kurze Stopp bei unserer Katzenfreu Jola, der wir auch wieder reichlich Futterspenden brauchten, machten wir uns auf den Heimweg.
Erst am nächsten Tag stellte ich fest dass mein Schrittzähler mir 17 gelaufene Kilometer für den Vortag anzeigte – und das waren ja nicht nur einfache Kilometer, sondern eine Strecke durch Schlamm und über Hügel, Felder und Wiesen. Das war in meinen Beinen auch mehr als zu spüren….mein ganzer Körper bestand nur noch aus Muskelkater und ich bin mir sicher, meinen lieben Begleitern erging es sicher nicht anders. An Tagen wie diesen weiß man wirklich wofür man es tut – und wir tun es alle gern!
Ich danke meinen lieben Mitfahrern und allen Spendern die wieder so viele tolle Spenden zusammen getragen haben.
Am 18.3. geht es das nächste Mal nach Polen und wir würden uns freuen, wenn ihr uns auch dann wieder mit Futterspenden unterstützen würdet J
Alles Liebe,
eure Anne