Erste Hilfe in Bialogard

Es war der 21.11. als wir das erste Mal die Fahrt nach Bialogard antraten, um ausschließlich dort zu helfen. Wir wurden einige Wochen zuvor auf das dortige Tierheim aufmerksam gemacht, weil es dort wohl immer wieder zu Bildern von sehr mageren Hunden gekommen war.

Schon im Monat zuvor, fuhr eine kleine Gruppe unseres großen Polenteams in dieses Tierheim, während das Team aus unserem Trapo sich um das Tierheim in Gorzow gekümmert hatte.

Dieses Mal wollten wir jedoch als gesammelte Gruppe dort, in Bialogard, die Hunde versorgen. So starteten wir zur gewohnten Zeit gegen 8:15 Uhr am Samstagmorgen. Nach ca. 4 Stunden Anfahrt erreichten wir gegen Mittag das Tierheim, dass auf den ersten Blick einen sehr sauberen und gepflegten Eindruck machte.

Die Wege waren sauber gepflastert, überall standen Bäume, Büsche und Blumen und die Häuser auf dem Grundstück waren stabil und bunt bemalt. Eine große Tafel mit Bilder mehrerer Überwachungskameras stand in einem der kleinen Häuser und ermöglichte es den Mitarbeitern das Geschehen im Tierheim dauerhaft zu beobachten.

Wir sahen auch gleich eine Hand voll junger Frauen die an diesem Tag dort zum Helfen gekommen waren. Junge polnische Mädels, die schon dabei waren die Hunde auszuführen.

Nachdem wir die ersten Eindrücke auf uns hatten wirken lassen, machten wir unsere erste Begehung. Um jedoch gleich aktiv zu werden rührten wir zuerst zwei große Schubkarren mit reichlich Trocken- und Feuchtfutter an, schnappten und ein paar Handschuhe, Näpfe und stiefelten in zwei Teams los durch das Tierheim.

In der Quarantäne warteten die ersten Hunde auf uns. Einige waren wohl kurz vorher in Tierheim gekommen (sieben an der Zahl) und andere saßen dort schon einige Tage.

Sie waren zum Teil noch so ängstlich, dass sie sich verkrochen so lange wir in dem Gang vor den Zwingern standen. Andere Hunde hatten einen großen Hunger und stürzen sich direkt auf die Näpfe. Wir achteten darauf das wir ihnen nicht zu viel anbieten würden, da die Gefahr einer Magendrehung schnell gegeben ist wenn Hunde zu hastig essen und es u.U. nicht gewohnt waren Feuchtfutter zu erhalten.

Dann gingen wir Gang für Gand durch das Tierheim und versorgten die Hunde mit Futter. Dabei sortierten wir einige sehr alte Metallnäpfe des Tierheimes aus die zum Teil schon gebrochen waren oder spitze Kanten und Ecken aufwiesen und stellten neue bereit die uns zuvor zusammen mit reichlich Futter von unserer lieben Unterstützerin Manuela Scholz und ihren fleißigen Spendern übergeben wurde. So konnten wir ein paar Gefahrenquellen aufheben.

Leider schafften wir es an diesem Tag nur die Hunde auszuführen die vorab vom Tiere suchen Freunde e.V. ausgesucht und im Voraus zur Ausreise vorbereitet wurden. Da uns ein langer Rückweg bevorstand und wir an diesem Tag noch etwas vorsichtig waren, weil wir weder das Gelände, noch die Tiere oder Angestellten kannten, konnten wir ersteinmal nur kleine Schritte machen. Es war jedoch gut und wichtig sich einen ersten Überblick im Tierheim zu verschaffen und zu schauen wo wir bei den nächsten Besuchen mit unserer Hilfe ansetzen können.

Ich bedanke mich bei dem tollen Team um: Astrid, Andrea, Anke, Ilona, Marinus, Eileen und Gina die mal wieder großartige Arbeit geleitet haben und vor allen Dingen bei den vielen tollen Spendern die diese Fahrt durch ihre Futter- und Sachspenden überhaupt erst ermöglicht haben!

1000 Dank und liebe Grüße, eure Anne