Der grausame Tod männlicher Küken

Die Lebensmittelindustrie gleicht dem Wettbewerb unter Hochleistungssportlern. Der Sieg in Form von höchst möglichen Umsätzen und Gewinnen, ist ähnlich wie der Kampf um die goldene Medaille und nimmt heutzutage immer absurdere Formen an.
Es ist  tragisch genug, das Obst und Gemüse im ganz großen Stil genmanipuliert werden, doch schlimmer noch ist, dass auch die Ware Tier mit Steroiden und Antibiotika vollgestopft und zur Höchstleistung gezüchtet wird.
Umwelt und Tierschutz spielten dabei leider noch nie eine Rolle und so fällt es den Mastbetrieben und Bauerhöfen auch nicht sonderlich schwer, sich von unnötigem Ballast zu befreien.
So werden allein in Deutschland mehr als 50 Millionen männlicher Küken jedes Jahr im Brutverfahren vergast oder bei lebendigem Leibe geschreddert, da sie keine Eier legen können wie ihre weiblichen Geschwister – die Legehennen. Männliche Küken gelten als unliebsames Nebenprodukt der Eiproduktion und werden auf bestialische Weise getötet.
Dieses Verfahren ist anerkannt, wird von der Politik geduldet und ist selbst bei der Produktion von Bio-Eiern tägliche Routine.
Ein neues Verfahren, welches sich derzeit in der Entwicklung befindet, soll laut Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt noch in 2017 eingeführt werden.
Dabei soll mit einem Laserverfahren noch vor dem Schlüpfen des Kükens dessen Geschlecht festgestellt werden. So könnten weibliche Bruteier ausgebrütet und männliche Bruteier noch vor der Brut anderweitig verarbeitet werden. Die Forschung rechnet damit, dass dieses Verfahren jedoch frühestens 2019 zur Anwendung kommt.
Wir sind sehr gespannt, wie es damit weitergeht…

Geschrieben von Anne Stergatos
(1. Vorsitzende des THNW)

Quellen: Zeit online, n-tv, Welt.de, der-postillon.com